29. August 2011

Portemonnaie, das Update...

... da am Freitag ein Kilo (und das ist echt viel!) Bügelvlies hier eingetroffen ist, habe ich mich daran gemacht, mein Portemonnaie zu optimieren.
 Das Vlies ist nicht bretthart, ich habe aber jede Tasche, außen wie innen, jeweils einmal verstärkt und so ergibt sich eine schön glatte, aber immer noch softe Haptik. Beim Schrägband habe ich die Erklärung von Farbenmix genutzt und es sieht ja schon deutlich besser aus, obwohl es so "frikelig" ist, das Band an zu nähen, weil ja immer die andere Tasche im Wege ist. Bär und Tiger sind Stecker, die ich schon gaaaanz lange habe, die peppen das ganze etwas auf.
 Innenansichten, große Scheine (sofern vorhanden) muss man leider falten, 10-er und 5-er passen so rein.
Papiere etc. habe ich eh´ in einem anderen Etui.
An den Reißverschluss werde ich mir noch irgendwas nettes ran machen, dann lässt er sich schneller öffnen.


25. August 2011

Portemonnaie, ein Prototyp...

... in einem Geschäft habe ich ein hübsche, kleines Portemonnai gesehen, allerdings mit einem Pferd darauf und insgesamt wohl eher für Mädchen gedacht , aber da mir zu all meinen Taschen ja noch eine schöne Börse fehlt, habe ich mir gedacht, das kann ja nicht sooo schwer sein...

Um es vorweg zu sagen: Es ist DOCH schwer und auch noch lange nicht gelungen, aber diejenigen, die wirklich gut nähen können, werden das sicher gleich auf Anhieb deutlich besser hin bekommen, und so bin ich mutig und zeige mal, wie ich vor gegangen bin:


Zuerst habe ich mir die äußere Form aufgezeichnet, im Bild das rechte Schnittteil, 15 x 30 cm groß, praktisch, weil mein Lineal die gleiche Größe hat (allerdings wird so die vordere Klappe zu groß, bei der nächsten Börse würde ich da 3-4 cm weniger nehmen (15 x 26 cm), desweiteren habe ich mir überlegt, dass ich ein Zwischentasche und auch eine Reißverschlusstasche haben möchte, hier die einzelnen Schnittteile, bis auf die kleine Klappe, die ist nämlich im Praxistest eher hinderlich, wer mehr Fächer mag, der sollte sich eine 2. RV-Tasche gönnen. (Edit vom 26.08. die Zeichnung habe ich noch mal geändert, die Rundungen hatte ich falsch eingezeichnet, die sollte man auch erst schneiden, wenn man die Börse provisorisch zusammen gesteckt hat, dann kann man die Seiten auch noch mal alle "bei schneiden")

Nun wird das große Teil an einer kurzen Seite rechts auf rechts zusammen genäht, vor dem Absteppen auf rechts habe ich noch eine Verstärkung eingelegt und mit gefasst. Bei meinem nächsten Versuch werde ich da ganz sicher eine festere Bügeleinlage nehmen, denn so ist es noch zu instabil.

Immer schön bügeln
Das kleine Täschchen für z.B. die Scheckkarte rechts auf rechts zusammen nähen, Wendeöffnung nicht vergessen, gut ausbügeln und in den 10cm-Teil einsetzen (siehe Zeichnung)

Den RV einsetzen, dabei den Stoff rechts auf rechts legen und dazwischen eine RV Seite, die Zähnchen zeigen nach innen! Dann mit dem RV-Fuß nähen, beide Stoffseiten nach außen bügeln und mit der anderen RV-Seite genau so verfahren, dann von rechts noch mal steppen.
Die beiden 9,5 x 15 cm Teile jeweils rechts auf rechts einmal an der Nahtzugabe nähen, Naht ausbügeln und noch mal von rechts steppen. (Wenn man eine Klappe will, dann sollte man die in die eine NZG einsetzen)
Genauso verfährt man mit dem Innenfach (für hintere Tasche, 9 x15 cm).
Alle Teile einmal provisorisch zusammen stecken, damit man den Klettverschluß anbringen kann, dabei darauf achten, dass man diesen nur an der jeweils inneren Seite annäht, die andere zur Seite klappen (siehe Pfeil).

Nun kann man schon mal am langen Teil auf der anderen kurzen Seite ein Stück Schrägband anbringen, da kommt man nämlich gleich nicht mehr ran.
Die hintere Seite der Vorsatztasche wird nun an den 9 cm Teil des langen Stückes angenäht, dabei muss man darauf achten, weit genug vom Rand weg zu bleiben (3,5 bis 4 cm), sonst kriegt man das Schrägband nicht mehr genäht! Dann wird in das lange Teil das Innenfach eingelegt und der untere 9 cm Teil nach oben geklappt.
Spätestens JETZT sollte man die Rundungen schneiden, am besten mit einer Schablone, ich habe meine große Klebebandrolle genommen. Dann wird am unteren, bzw. hinteren Teil rund um das Schrägband angenäht, das kann sicher fast jeder besser, als ich
Dann wird das vordere Täschchen zusammen gesetzt, erst das RV-Teil und dann das Teil mit dem Klettband und wieder alles schön mit Schrägband zusammen fügen...
...fertig. Mit einer kleineren, oberen Klappe hätte es netter ausgesehen.
Hier kann man gut sehen, das im Prinzip zwei Täschchen zusammen gefügt sind und dass die kleine Klappe unnötig ist.

Kleiner Blick auf das Scheckkartenfach.

Fazit: Etwas (viel) mehr Sorgfalt, eine feste Bügeleinlage und der Verzicht auf die kleine Lasche und das Portemonnai müsste richtig klasse werden.

Und weiter geht es mit...

...klar, Taschen , in diesem Fall eine Claire (Schnitt von machwerk), mit der ich tatsächlich auch selber ziemlich zufrieden bin, die Farben gefielen ja schon bei der kleinen Julie und machen sich auch hier sehr gut:
 Bei den Einsätzen habe ich jeweils einen anderen Teil des Grandcouvre genommen, so sieht jede Seite ein kleines Bisschen anders aus

Auch das Einsetzen des RV ist mir schon deutlich besser gelungen, wenn auch sicher verbesserungswürdig
Die Tasche steht fast von allein, weil ich das Futter doppelt genäht habe und zwar innen mit einem Segeltuchstoff, den ich hier noch liegen hatte.

G-Karte zur GG-Tasche

Jaaaa, ich mache auch noch mal ne Karte, neben all den Taschen und endlich konnte ich mal diesen tollen Abdruck und die schöne, alte Prägeplatte mit den Spinnweben verwenden, die Falttechnik habe ich von Stempeleinmaleins:

24. August 2011

Eine GG...


... eine Grusel-Gretelies , ein kleines Geschenk, das hoffentlich schon bei seiner neuen Besitzerin angekommen ist.


Die Stoffe sind alle von Buttinette und meine Männer haben mir beim Aussuchen geholfen


Die süßen Smilies sind übrigens jetzt von Koloboks und man kann sich für diverse Browser eine Erweiterung installieren. Die Seite ist englisch oder russisch, aber mit ein bisschen Fummeln klappte es sogar bei Google Chrome

22. August 2011

80% Julie

Bei dieser Tasche habe ich den Julie-Schnitt von machwerk mal um 80% verkleinert, da ich Dussel dann auch beim Zuschneiden die Nahtzugabe vergessen habe, ist sie noch mal ein bisschen kleiner geworden , aber das ist eine nette Größe, wenn man nicht so viel mit nehmen möchte.
Der bunte Stoff ist von Tchibo und zwar ein Grandcouvre, viel Stoff für kleines Geld , da kann frau noch viele Taschen nähen.
Der braune Stoff ist Leinenmix-Gewebe von buttinette, ein wenig dünn, aber geht noch.
Die Träger habe ich zusätzlich mit Putztüchern gepolstert, so sind sie griffiger und den Boden habe ich mit dickem Filz verstärkt, den haben die glatt als Platzset verkauft, dabei merkt man doch gleich, dass das ein toller Taschenboden ist
Und auch diese Tasche hat wieder oben einen Reißverschluss, das gefällt mir einfach sehr gut.

12. August 2011

Tasche Julie

... musste ich auch unbedingt mal ausprobieren, heißt doch meine kleine Hündin auch Julie.
Schnitt und Anleitung ebenfalls von machwerk
Auch hier habe ich mich noch mal mit Kunstleder rum geärgert, besonders schwierig, weil man hier ja auch noch JEDE Naht sehen kann, aber natürlich schön stabil, weil auch der Boden aus Kunstleder ist.

Uuuund hier noch eine Besonderheit; ich habe nach der Anleitung, bzw. dem WIP von Dark Soul im Hobbyschneiderin-Forum einen Reißverschluss eingenäht, großen Dank an dieser Stelle, das ging fast wie von alleine!
Auch dies ist eine Tasche, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal genäht habe, denn die Größe ist sehr praktisch und die Möglichkeiten mit Stoffen ja unendlich.

Und das ist der Hund

Tasche Claire...

...nach dem Schnittmuster von machwerk (gekauft über dawanda) habe ich mich an die "Claire" gewagt.
Zuerst mit Stoffen aus meiner Restekiste, weil ich so was aufwendiges ja noch nie genäht habe.
Dabei ist dann auch gleich der Knoten durchgefallen , denn das ist mir zu viel "Knubbelkram", aber egal, die Tasche geht ja auch mit normalem Träger, einfach das Endstück der Träger beim Zuschneiden jeweils an den Enden des Trägers ausschneiden.

So sieht das dann aus, ich habe den karierten Stoff mit doppelter Nahtzugabe geschnitten und den gestreiften ohne, so ergab sich der Paspeleffekt. Leider ist der karierte Wollstoff nicht so ganz einfach zu nähen, er rutschte ganz gut.
Damit das ganze etwas robuster ist, habe ich Kunstleder für die Außentaschen genommen, aber ich glaube, das passiert mir nie wieder, das ist ja so ätzend zu nähen und so steif... nee nee, nicht meine Welt ...
...außerdem kann man es nicht bügeln und so kam diese Tasche noch zu dem Anhänger, der ist ja eigentlich ganz witzig und verdeckt netter weise die kleine Schmelzstelle.
Aber im Praxistest kommt die Claire ganz gut weg und war bestimmt nicht die Letzte ihrer Art.